RICHARD VÖLKER-MEDAILLE


Am 6. November 1974 beschlossen der Vorstand und der Beirat der Deutschsprachigen Gruppe der WSAVA - Vorläufer der jetzigen Fachgruppe Kleintierkrankheiten der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (FK-DVG) - mit Zustimmung der Mitgliederversammlung anläßlich ihres 20jährigen Bestehens, die Richard-Völker-Medaille zu stiften.
Mit dieser Medaillenstiftung wollten die damaligen Gremien den Gründer unserer Fachgruppe in Dankbarkeit ehren und eine besondere Auszeichnungsmöglichkeit für Persönlichkeiten schaffen, die sich um die Medizin am kleinen Haustier in Wissenschaft und Praxis in besonderem Maße verdient gemacht haben.

Die Medaille wurde in der KLEINTIERPRAXIS 21,8 (1976) erstmalig vorgestellt. Sie zeigt auf der Vorderseite als Hochrelief den Kopf von Richard Völker im Profil mit dem Namen in Antiqua Großbuchstaben und seinen Namenszug. Auf der Rückseite ist eine frühägyptische Hundeplastik wiedergegeben, deren Original im Louvre steht. Die Umschrift wurde inzwischen aktualisiert. Dort steht seit 1988 : DEUTSCHSPRACHIGE GRUPPE W.S.A.V.A.

Der Vergabeausschuß der Fachgruppe setzt sich aus dem Ehrenvorsitzenden und zwei turnusmäßig wechselnden Beisitzern (einem Hochschullehrer und einem Praktiker) zusammen. Dabei muß einer der Beisitzer Medaillenträger sein. Jedes Mitglied der Fachgruppe kann einen Vorschlag in schriftlicher Form dem Vorsitzenden des Vergabeausschusses zuleiten. Der Vorschlagende muß seinen Antrag überzeugend begründen (s. Verleihungsordnung KLP 41,5 (1996), die beim Vorsitzenden angefordert werden kann).

Die Übergabe der Medaille erfolgte seit der Stiftung an die zu ehrenden Persönlichkeiten jeweils auf einer Jahrestagung der FK-DVG durch den 1. Vorsitzenden der Fachgruppe, der dann auch die Laudatio auf den Medaillenempfänger hält.

Prof. Dr. Dr.h.c. Richard Völker erhielt als Namensgeber 1975 ein Medaillenexemplar in Gold und im gleichen Jahre wurde Prof. Dr. Dr.h.c. Konrad Ullrich als erster Medaillenträger geehrt.


1976 erhielt Dr. Hans Georg Niemand aus Mannheim als zweiter Preisträger diese Medaille.
1977 wurde Prof. Dr. Dr.h.c.G.H.B. Teunissen aus Utrecht von unserer Fachgruppe mit der Medaille geehrt.
1980 folgten Prof. Dr. Saaki Paatsana, Helsinki und Prof. Dr. S.E.Olsson, Stockholm als Ausgezeichnete.

Weitere Ehrungen nahm die Fachgruppe in unregelmäßigen Abständen vor :

1983 Dr. H. Gehring, Stuttgart
1985 Dr. Gerlinde Kasa, Lörrach; Dr. F. Kasa, Lörrach; Dr. W.D. Prieur, Duisburg
1986 Dr. Dorothee Schmidtke, Karlsruhe; Dr. H.O. Schmidtke, Karlsruhe
1987 Prof. Dr. Dr.h.c. O. Überreiter, Wien
1988 Dr. Chr. Uehlinger, Basel
1989 Dr. E. Brahm, Dortmund; Dr. C. Rosenhagen, Bremen
1990 Prof. Dr. K. Loeffler, Stuttgart-Hohenheim
1992 Dr. Renate Hämmerling, Düsseldorf; Dr. G. Hämmerling, Düsseldorf
1993 Prof. Dr. Ellen Lettow, Berlin
1995 Dr. V. Sokolovsky, Darien-Illinois; Dr. H. Rodenbeck, Düsseldorf
1996 Prof. Dr. P. Suter, Zürich; Dr. K.H. Unger, Augsburg
1997 Prof. Dr. Dr.h.c. M. Horzinek, Utrecht
1998 Dr. J. Arndt, Hamburg
1999 Prof. Dr. E. Trautvetter, Berlin
2000 Dr. Klaus-Peter Vick, Oldenburg
2002 Prof. Dr. Ernst-Günther Grünbaum, Gießen; Dr. Ulrich Dürr, Bremen
2004 Dr. Dr. Peter Fahrenkrug, Quickborn; Dr. Klaus Kutschmann, Magdeburg
2005 Prof. Dr. Klaus Hartung, Berlin
2006 Prof. Dr. Wilfried Kraft, München
2007 Prof. Dr. Leo Brunnberg, Berlin; Dr. Diethmar Albrecht, Aulendorf
2008 Prof. Dr. Hartwig Bostedt, Gießen; Prof. Dr. Roberto Köstlin, München
2009 Prof. Dr. Elisabeth Mayrhofer, Wien
2010 Dr. Helga Eichelberg, Weilerswist, Dr. Rolf Brahm, Dortmund
2011 Prof. Dr. Ulrike Matis, München
2012 Prof. Dr. Helmut Waibl, Hannover
2013 Dr. Birgit Schulte, Hannover
2014 Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Adam Rijnberk, Bosch en Duin, Prof. Dr. Henri van Bree, Ghent
2015 Prof. Dr. Dick White, Six Mile Bottom
2016 Dr. Thomas Steidl, Tübingen